Wir stellen vor: Klaus Mätz, Vorsitzender der Vertreterversammlung

Klaus Mätz ist ein echtes Kind des „Konsum“. 1943 in Pankow geboren, hat der offizielle Vorsitzende der Vertreterversammlung bereits seine Lehre als Handelskaufmann beim Konsum Berlin absolviert. Die Lehrzeit von 1959 bis 1961 begann als Fachverkäufer für Fotooptik in der Verkaufsstelle „Die Linse“ in Lichtenberg. Später wurde er Springer, der Inventurdifferenzen immer dort aufzuklären versuchte, wo man ihn gerade hinschickte. Weil gute Leute gesucht waren und sich Klaus Mätz, der kein Parteimitglied war, als verlässlich erwiesen hatte, übergab man ihm schließlich die Verwaltung eines Handelsbereichs. Eine Karriere, die den Menschenfreund nicht richtig glücklich machte. Hinter dem Schreibtisch fehlte ihm der direkte Kontakt und so war er froh, dass sich die Gelegenheit bot und er als Verkaufsstellenleiter wieder mitten im Geschehen und mit den Kunden arbeiten zu können.
 
Bis zum Ende des Konsums als Einzelhandelskette im Jahr 1992 blieb Mätz „seinem“ Unternehmen treu, die Liebe und das Engagement für seinen Beruf  lebte er anschließend als selbstständiger Einzelhandelskaufmann in Biesdorf. Was er in seinem Baumarkt leisten konnte, macht ihn heute noch stolz. Es gelang ihm, soviel Umsatz zu generieren, dass aus einem kleinen Geschäft mit 300 m² Verkaufsfläche ein richtiger Baumarkt mit 8.000 m² Verkaufsfläche wurde.
 
Seine prägenden Jahre hat Klaus Mätz in einer Zeit erfahren, in der das Wort vom „redlichen Kaufmann“ noch Gewicht hatte und gelebt wurde. Werte wie Ehrlichkeit, Redlichkeit, Pünktlichkeit und eine hohe Arbeitsmoral sind ihm wichtig. Hinter dem Schreibtisch sitzen, Dinge nur zu verwalten, das ist nichts für Klaus Mätz. Von 1988 bis 1990 Mitglied der CDU, wendete er sich 1995 der SPD zu. Für die Partei leitete er von 1995 bis 2001 die Abteilung Biesdorf-Süd, engagierte sich von 1997 bis 1999 im Landesvorstand der Arbeitsgemeinschaft der Selbstständigen in der SPD und sitzt er seit 2001 im Bezirksparlament seines Wohnortes Marzahn-Hellersdorf.
 
Seit 2002 hat er den Fraktionsvorsitz in der Bezirksverordnetenversammlung übernommen. Als Bundestagskandidat für seinen Bezirk musste er 2005 eine Niederlage einstecken. Der frühere Radsportler  Mätz nimmt es sportlich. Schließlich sei die Gegenkandidatin keine geringere als Petra Pau gewesen, die Bundestags-Vizepräsidentin der Linkspartei. Auch in seinem Einsatz für die SPD bleibt sich Mätz treu. „Man sollte Kritik üben, aber auch Vorschläge machen, wie man es besser machen kann“, ist seine Devise. Statt Parteiideologien zu verwalten oder große Reden zu schwingen, setzt er sich zum Beispiel für Hartz IV-Empfänger ein, hilft Probleme zu lösen und packt mit an. Seit 20 Jahren ist er deshalb fast täglich für die Politik unterwegs. Für unersetzlich hält sich Klaus Mätz dennoch nicht. Er fördert den Nachwuchs und hat eine Botschaft, die ihn all die Jahre getragen hat: „Zuhören und mit dem Herzen dabei sein, das hilft weiter und motiviert immer wieder. Es erfordert aber auch, sich auf eine Sache zu konzentrieren.“ Zu viele Engagements unter einen Hut bringen zu wollen, führe dagegen selten zum Ziel.
 
Klaus Mätz ist überzeugt, dass die Idee des Konsum nach wie vor trägt und sich die Genossenschaft wieder festigen wird. „Nach der Wende ist einiges falsch gemacht worden. Wir haben jetzt schon viel erreicht und wenn die Finanzierung fest auf neue Füße gestellt worden ist, kann der Konsum in eine gesicherte Zukunft blicken“.
 
Wer sich an ihn wendet, den besucht er auch schonmal zu Hause. „Früher war der Konsum wie eine große Familie, in der man zusammenhielt. Heute haben sich die Zeiten zwar geändert, aber der Konsum hat immer noch seine Daseinsberechtigung.“ Auf einen ist dabei in jedem Fall verlass: Klaus Mätz wird immer ein Kämpfer für den Konsum sein.
 

Zurück