Ins 'Konsum` koofen, det war Zille sein Milljöh

Trafohäuschen Wer um die Ecke Josef-Orlopp-Straße und Vulkanstraße biegt, reibt sich unwillkürlich die Augen. Dort, wo noch am Sommeranfang ein graues Trafohäuschen stand, ist jetzt die Ansicht eines historischen Konsum zu sehen, vor dem sich lustige Gestalten aufhalten, die geradewegs von dem populären Berliner Zeichner Heinrich Zille (1858 bis 1929) zu stammen scheinen.

Trafohäuschen Zille-Malerei

Tatsächlich hat die Vattenfall-Tochter Stromnetz Berlin GmbH die lustige Zeichnung nach Heinrich Zille veranlasst. In diesem Jahr feiert das Unternehmen mit zahlreichen Aktionen „130 Jahre Energie für Berlin“ und lässt die Berliner unter anderem durch dieses neu gestaltete Trafohäuschen daran teilhaben.

Zille zum Jubiläum

Zille selbst hat bereits 1924 die „Konsum-Genossenschaft Berlin u. Umgegend“ gezeichnet. Das lebensfrohe Bild mit den Zille-typischen Frauen mit weiblichen Formen, das ganz aus dem Leben gegriffen scheint, war aus Anlass des Jubiläums 25 Jahre Konsum entstanden. Die freche Bildunterschrift war ganz „Zille sein Milljöh“, der Berliner Arbeiterklasse, auf den Mund geschaut: „Frida – wenn Deine Mutter doch ins 'Konsum' koofte wärste schon lange een kräftiges Kind – sag´s ihr!“

 

 

 

 

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